Dienstag, 23. Oktober 2012

Trauer: Der One hat aufgegeben.

Auch wenn ich ungern die lang anhaltenden Gerüchte über die Unzerstörbarkeit meines One-Laptops entkräften möchte: Es zeichnen sich seit wenigen Tagen erste Sterblichkeitstendenzen des Ones ab. Seit einigen Tagen straft mich der One, der ja ohnehin von Anfang an kaputt war, mit einem schwarzen Bildschirm und lässst sich nicht mehr hochfahren.

Viel schlimmer als diese verheerende Neuigkeit ist jedoch, dass ich jegliche Blogbeiträge über fremde PC's etc. verfassen muss. Doch keine Sorge, ich werde der Situation im Laufe dieser Woche noch Abhilfe schaffen und mir eines dieser neuartigen Netbooks ersteigern. Alle erwähnenswerten Entwicklungen in ein Paar Sätzen:

Wir sind aus Lukes goldenem Käfig ausgebrochen. Was uns letztendlich wohl solange bei Luke, dem strangesten Typen der Weltreise bisher, hielt, waren wohl die angenehmen Lebensumstände in seiner Luxuswohnung. Dennoch hatten wir gestern genug von Lukes Exzentrik und Weltfremdheit und nahmen deshalb sogar, das erste Mal seit Reisebeginn, Kosten für eine Behausung in Kauf. Dementsprechend leben wir jetzt für eine Woche im Hostel.

Auf dem Bau ist soweit alles sehr cool. Jeder hat seinen persönlichen Vorarbeiter, mit dem er sozusagen seine coole Connection hat. For Example: Mein Buddy heißt Alex, ist gerade mal 20 Jahre alt, und ist der aufgehende Stern der Firma. Mit 20 Lenzen ist Alex bereits für komplette Baustellen alleine verantwortlich.  In Anbetracht seiner Reife und seiner Fähigkeiten ist dies jedoch völlig nachvollziehbar.
Als wir irgenwann gemeinsam in seinem Truck durch die Straßen zwischen den Baustellen verkehrten, drehte mein drei Jahre jüngerer Chef plötzlich Tech 9 (für Unwissende: ein populärer US-Rapper) bis zum Anschlag auf und und freute sich, dass sein deutsches Weißbrot auf einmal mitrappte. Seitdem cruisen wir meistens gemeinsam zwischen den Baustellen umher und tun in seinem Pickup in vollgesauter Bauarbeitermontur auf hart - aus Spaß, versteht sich.
Gemeinsam mit Michel und Robert heißen wir übrigens nur noch die imports.

Randnotiz: Durch unseren Job hat mein Lebenslauf ein weiteres interessantes Kapitel erhalten, denn ab nun bin ich sogar Bauarbeiter mit Auslandserfahrung! Wenn ich das später nicht brauch, dann weiß ich auch nicht

Der Zeitplan hat sich - Überraschung, Überraschung - mal wieder geändert. Wir buckeln jetzt drei Wochen mit extra langen Schichten knallhart durch, um endlich aus dem unfassbar kalten Calgary zu verschwinden (Heute -5°). Nächster Halt wird dann Vancouver sein.

One R.I.P.
Ich werde dich nie vergessen!