Mittwoch, 17. Oktober 2012

Deutsche Wertarbeit

Nach 3.5000 Km quer durch Kanada von Ost nach West ist es also vollbracht: Nach zahlreichen Kleinarbeiten (Zaun streichen, Keller einreißen, Möbel tragen etc.) hat sich das "proper work" der three germans endgültig auch in Kanada rumgesprochen und wir befinden uns nun im gelobten Land des Angestelltenverhältnisses. In welcher Branche? Selbstverständlich auf dem Bau, wo ich als Bad-Boy-Bau-Ikone, Michel Dachdecker-Legende und Robert als Universalgenie, bis jetzt einen anständigen Eindruck machten - und uns natürlich außerdem als Politik-, BWL- bzw. Philosophie-Studenten selbst vollständig verwirklichen konnten!!!
Doch im Ernst, generell scheinen wir mit unserer einverleibten deutschen Arbeitermentalität grundsätzlich keine schlechten Prämissen zu haben, da bisher jeder kanadische Auftraggeber tendenziell überrascht schien, wie viel Arbeit wir in bestimmter Zeit bereits verrichtet haben.

Glücklicherweise erscheint unsere aktuelle Baufirma - deren Namen wir nicht kennen - so ein wenig wie der Himmel auf Erden. For example: Unser Vorarbeiter hat am heutigen Tag etwa 20 Bretter in einem Umkreis von 5 Metern hin und her verschoben und ansonsten mit versteinerter Miene Baupläne auswendig gelernt und ausgiebig (mit seiner Freundin?) telefoniert. Wir bewegten immerhin ein Paar mehr Bretter, erledigten Kleinarbeiten und haben reichlich, qualitativ hochwertig, doof gequatscht - unsere Spezialität. Für 15$ (12-13 Euro) pro Stunde lassen wir dies gerne so über uns ergehen und das besagte westliche Land wurde so auch für uns zum Kulminationspunkt des kanamerikanischen Traums. Zumindest wenn sich der bisherige Eindruck so bestätigt, wie bisher, wir werden sehen...